
Einer der wenigen Spielfilme, die im Iran vor der Revolution von einer Frau gedreht wurden, erzählt er die Geschichte der passiven Rebellion eines 18-jährigen Mädchens, dessen stiller Widerstand gegen ihre Heirat die Ordnung ihrer Familie und der Dorfgemeinschaft ins Wanken bringt. „The Sealed Soil“, heimlich mit Laiendarstellern gedreht, wurde schließlich in New York unter Verwendung des Originalnegativs fertiggestellt, das aus dem Land geschmuggelt worden war. <br><br> Mit einer statischen Kamera, langen Einstellungen und einer konstanten Distanz zur Protagonistin entwickelt Nabili eine Bildsprache, die in der persischen Miniaturmalerei, bei Brecht und Bresson verwurzelt ist. Der Film verortet sich somit sowohl ästhetisch als auch politisch im Kontext der iranischen Neuen Welle und der Geschichte des feministischen Filmschaffens.