
Original Title: Tegenwoordig heet iedereen Sorry
Geschichten über das Erwachsenwerden können gewaltige Ausmaße annehmen, wie etwa der wegweisende Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96) von Johann Wolfgang von Goethe oder das bemerkenswerte filmische Langzeitprojekt „Boyhood“ (2014) von Richard Linklater. Sie können sich aber auch auf eine recht kurze Spanne beziehen – und dennoch viel aussagen. Der 1985 geborenen belgischen Regisseurin Frederike Migom gelingt es in „Heute heißen alle Sorry“, uns den Entwicklungsprozess ihrer adoleszenten Protagonistin anhand der Geschehnisse an einem einzigen sommerlichen Vormittag aufzuzeigen.